Zeichnen war noch nie meine Stärke. Also malte ich so gut wie möglich, was mein Gehirn fortlaufend produzierte.

Als die junge, hübsche Lehrerin uns einzeln zur Besprechung nach vorne bat, fragte sie mich erstaunt: “Was soll das sein? – “Gott”, antwortete ich stolz.

Die Lehrerin erklärte mir, dass man Gott nicht malen kann. “Wir Menschen wissen zwar, dass es Gott gibt. Aber niemand weiss, wie er aussieht. Selbst ich weiss es nicht.” Darauf antwortete ich ehrlich: “Jetzt wissen Sie es…”

…ich war mir meine Antwort nicht bewusst, sie platzte einfach raus. Weder die schlechte Benotung, noch das Gelächter der Klassenkameraden stärkte mein Selbstvertrauen, noch förderte es in irgend einer Form den Spass am Zeichen. Im Gegenteil, es gibt einem das Gefühl nutzlos und fehlplatziert zu sein. Traurig.

Tags darauf ging ich mit “Gott” am Strand spazieren. “Hör mir jetzt gut zu”, sagte Gott zu mir, “dies ist mein weisester Rat, den ich dir geben kann: Das Geheimnis für ein fröhliches Leben besteht darin, alle Herrlichkeiten dieser Welt zu betrachten, ohne auf den Mist der anderen zu hören.”

Liebe ADHS Betroffene. Bleibt wie ihr seid. Geniesst wann immer das Leben. Und hinterfragt weniger euch selber, sondern das, was andere sagen.

Wir von adhs-luzern wünschen euch jetzt schon frohe Festtage und einen guten Rutsch ins 2020.

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